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Dresdens Radbarometer zeigt 447 Mängel

Rolf Leonhardt (li.) und Nils Larsen vom ADFC-Vorstand vor dem Dresdner Büro am Bischofsweg. Foto: Una Giesecke Rolf Leonhardt (li.) und Nils Larsen vom ADFC-Vorstand vor dem Dresdner Büro am Bischofsweg. Foto: Una Giesecke

Dresden. Während Staats- und Regierungschefs noch über Klimaschutz verhandeln, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) gemeinsam mit Aktivisten die Initiative Radwatch Dresden ins Leben gerufen. „Mehr Sicherheit und Attraktivität der Radinfrastruktur soll nicht nur dem Klima zugute kommen, sondern durch weniger Lärm und Abgase auch allgemein zu mehr Lebensqualität in der Stadt beitragen“, sagt Nils Larsen vom Dresdner ADFC-Vorstand.

Die Initiative macht mit anschaulichen Geschichten und einer interaktiven Monitoring-Karte auf die stockende Umsetzung des im März beschlossenen Dresdner Radverkehrskonzeptes aufmerksam. Dieses listet insgesamt 447 Mängel auf.

Neuralgischer Körnerweg

Beispiel: Täglich fährt Sophie zur Arbeit über’s Blaue Wunder. Jedes Mal muss sie sich entscheiden: Überquert sie die Brücke auf der Straße, dann läuft sie Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden. Oder nimmt sie den Fußweg und wird vielleicht von der Polizei mit einem Bußgeld belegt.
Anne beschreibt einen der neuralgischsten Punkte im Radverkehrskonzept: „Der Körnerweg ist die direkte Verbindung vom Blauen Wunder zur Neustadt. Doch da er mit grobem Kopfstein gepflastert ist, was regelmäßig meine Ketten raus springen lässt, meiden ich und viele andere diese schöne Strecke und fahren stattdessen auf der anderen Elbseite oder über die Bautzner Straße.“

Fotos und Geschichten zu den schlimmsten Mängelstellen illustrieren die Seite „Wann rollt’s in Dresden?“. Und eine interaktive Karte zeigt den Umsetzungsstand des Radverkehrskonzepts, aktuell sind seit April zwei Prozent der Mängel behoben.

Verwaltung sollte Arbeitstempo erhöhen

„Für eine Umsetzung bis 2025 muss das Bearbeitungstempo der Stadtverwaltung an Fahrt aufnehmen“, fordert Nils Larsen. „Spätestens nach dem Amtsantritt der sieben neuen Radverkehrsplaner zum Jahreswechsel wird es keine Ausreden mehr geben.“ Die Online-Karte soll den Prozess kritisch begleiten, sagt Annemarie Kunz von Radwatch Dresden. So können Bürger Stagnation oder Verbesserungen mitverfolgen und auch selbst aktuelle Änderungen an Mängelstellen in der Karte kommentieren. Zudem kann jeder ein persönliches Anschreiben an die Stadt Dresden senden und damit die Nachfrage nach zeitgemäßer Infrastruktur verdeutlichen.

Umsetzungsbarometer für Radverkehrskonzept: www.radwatch-dresden.de, www.instagram.com/radwatchdd/#wannrolltsinDD

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