Wo Dresdner mal in Ruhe miteinander reden können

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (li.) und Bibliothekschef Arend Flemming eröffneten am 12. Januar die Dresden-Lounge im Kulturpalast. Foto: Una Giesecke
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (li.) und Bibliothekschef Arend Flemming eröffneten am 12. Januar die Dresden-Lounge im Kulturpalast. Foto: Una Giesecke

Dresden. Bequeme Polsterbänke stehen im Kreis um einen drehbaren Doppel-Bildschirm. Hier ist Platz für kleine Diskussionsrunden auf Augenhöhe. Seit dem heutigen 12. Januar 2018 lädt die Dresden-Lounge im Kulturpalast zum gepflegten Austausch ein. „Kein Gebrülle draußen auf der Straße, kein Mistgewerfe im Internet – sondern hier können Dresdner gern in Ruhe persönlich miteinander über Streitthemen reden“, lud Arend Flemming, Direktor der städtischen Bibliotheken, zur Eröffnung in die Debattierecke in seinen Räumen ein.

Die Idee der Bürgergespräche, Foren und Dialoge ist nicht neu. Aufgelebt aber sind diese Formen des Informierens, Beteiligens und gemeinsamen Nachdenkens in der Stadtgesellschaft in jüngster Zeit als Folge der politischen Kräfteneuverteilung im aktuellen Parlament, unter dem jetzigen Oberbürgermeister und auch als Antwort auf die Pegida-Demonstrationen.

Neu ist kleine, gemütliche Rahmen mit modernster Technikusstattung sowie die Aufforderung an die Besucher, im Vorfeld der Eröffnung ihre Wünsche für 2018 an die Wände zu posten. Und da hängen sie, die Träume in Gelb: mehr Kekse, mehr Liebe, mehr Kuscheln. Neben lustigen, naiven oder persönlichen Wünschen wie Arbeitsplatz, Gesundheit oder Urlaub äußern einige Dresdner auch gesellschaftsrelevante Visionen, über die zu reden lohnt.

Wand der Wünsche in der neuen Dresden-Lounge Foto: Una Giesecke
Wand der Wünsche in der neuen Dresden-Lounge Foto: Una Giesecke

Da steht zum Beispiel: „Ich wünsche mir einen freundlichen Umgang der DD-Bürger miteinander.“ Und genau dazu soll die neue Lounge dienen. „Zur ersten organisierten Veranstaltung am 13. April werde ich kommen, um ein offenes Gespräch mit den Dresdnern zu führen“, verspricht OB Dirk Hilbert zur Eröffnung. und Arend Flemming ergänzt: „Selbstverständlich können und sollen hier auch ganz spontane Gespräche entstehen. Das passiert ja automatisch in unseren Räumen. Wir müssen hier keine Schilder aufstellen, dass Eltern beispielsweise ihren Kindern hier vorlesen dürfen.“

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