Bisher weniger Menschen in Sachsen ertrunken

Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) steht vor dem Fenster eines Wachturms. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv

Die niedrigen Wasserstände der öffentlichen Gewässer, auf Grund des Rekordsommers 2018, haben voraussichtlich auch zur Folge, dass in der ablaufenden Badesaison in Sachsen bisher „nur“ 20 Menschen beim Schwimmen und Baden ertrunken sind. Bis Ende August sei kann man damit einen Rückgang um drei Tote gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2017 feststellen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt in Bad Nenndorf (Niedersachsen) mit. Sachsen und Nordrhein-Westfalen sind damit die einzigen der 16 Bundesländer, in denen die Zahl der Ertrunkenen gesunken ist. „Das könnte mit den niedrigen Pegelständen der Flüsse zusammenhängen“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Deutschlandweit beläuft sich die Zahl auf diese Wesie vertorbenen Menschen den Angaben zufolge auf 445 und sei damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das liege auch an dem außergewöhnlich guten Sommer, erklärte Wiese. „Jeder, der die Möglichkeit hatte, ist natürlich Schwimmen gegangen.“ Besonders die Zahl der ertrunkenen Vor- und Grundschulkinder stieg um 100 Prozent auf 26. «Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen», sagte DLRG-Präsident Achim Haag.

Die meisten Menschen ertrinken laut DLRG, weil sie zu leichtsinnig und risikobereit sind oder die eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Am häufigsten gingen Menschen an unbewachten Gewässern wie Seen und Flüssen unter. Beunruhigend sei aber auch die Zahl der Toten in Schwimmbädern: Dort ertranken bundesweit 19 Menschen mehr als 2017. In Hafenbecken, Gräben und an sonstigen Orten kamen 13 Menschen ums Leben. In privaten Swimmingpools gab es zwei Todesfälle. In der Verteilung nach Männern und Frauen zeigt sich das bereits bekannte Bild. In den ersten Monaten des Jahres verloren 360 Männer ihr Leben im Wasser. Der Anteil des „starken Geschlechts“ beläuft sich damit auf über 80 Prozent. Hier sind Selbstüberschätzung, Leichtsinn und oftmals auch Alkohol Gründe für die tödlichen Unfälle.

Weitere Informationen zur Statistik findet man bei der DLRG.

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