Filmnächte mit über 67.500 Besuchern

Trotz der Corona-Pandemie besuchten über 67.500 Besucher die FIlmnächte am Elbufer. // Foto: Toni Kretschmer

Im vergangenen Jahr stellten die Filmnächte am Elbufer mit insgesamt 238.680 Besuchern einen neuen Besucherrekord auf. In diesem Jahr ließ die Corona-Krise das Team der Filmnächte lange daran zweifeln, ob Europas größtes Kino- und Konzert-Open Air in seiner 30. Saison überhaupt stattfinden könnte.

Doch das umfangreiche Hygienekonzept nahm sowohl Behörden als auch Gästen die Zweifel und so besuchten trotz der Pandemie – immer mit Abstand – insgesamt 67.510 Besucher an 67 Veranstaltungstagen das Elbufer. Auch am vorletzten Veranstaltungstag war am Samstag das Areal zu König der Löwen wieder ausverkauft, die Komödien-Kurzfilmnacht des Filmfest Dresdens beschloss am Sonntagabend die 30. Saison der Filmnächte.

Verlust trotz des Besucherrückhalts

Trotz des guten Besucherergebnisses hoffen die Filmnächte darauf, dass dies der einzige Sommer unter solchen Bedingungen bleibt. „Uns war bereits vor der Saison klar, dass die Filmnächte in diesem abgespeckten Rahmen keine Kostendeckung erreichen würden. Die vielen Nachfragen und positiven Nachrichten seitens der Gäste und die Unterstützung unserer Partner haben uns motiviert, unseren 30. Sommer dennoch zu feiern. Am Ende des Sommers steht ein Minus von 150.000€ und wir hoffen darauf, dass die Pandemie 2021 soweit im Griff ist, dass wir dies mit einem erfolgreichen Jahr – dann hoffentlich wieder mit Konzerten – wettmachen können“, erklärt Filmnächte-Geschäftsführer Johannes Vittinghoff. Für das kommende Jahr sind bereits jetzt 140.000 Tickets für die zum Teil nachzuholenden Konzerte verkauft.

„Die Motivation, diesen Sommer trotz allem durchzuführen, kommt definitiv durch unsere Besucher“, pflichtet ihm sein Kollege Matthias Pfitzner bei. „Obwohl sich die Gäste einschränken mussten, haben wir einen unglaublichen Rückhalt erfahren – und eine große Dankbarkeit, dass wir überhaupt stattfinden. So deutlich haben wir das in 30 Jahren noch nicht gespürt. Wir danken auch dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert, dass er unserer Bitte um eine siebentägige Verlängerung zur Minderung der Verluste zustimmte. Nun geht es darum, gemeinsam im Austausch mit den Behörden zu eruieren, ob eine solche Hilfe – sei es eine Verlängerung oder zusätzliche Konzerte während des Stadtfests – auch 2021 möglich ist, damit wir noch viele schöne Filmnächte am Elbufer durchführen können.“

Nachmittagskino wird zu fester Filmnächte-Größe

In diesem Jahr kamen knapp über 13.000 große und kleine Kinder an 41 Tagen zu den Familienkino-Vorführungen am Nachmittag. „Gerade die Verlängerungswoche war für unser Familienkino und seine Besucher wichtig, denn so konnte auch die letzte Ferienwoche gemeinsam mit der Familie am Elbufer genossen werden. Obwohl wir Spuk unterm Riesenrad diesen Mittwoch aufgrund des heftigen Sturms absagen mussten, war gleich am nächsten Tag mit Aladdin das Familienkino komplett ausverkauft“, freut sich Filmnächte-Sprecherin Viktoria Franke über den Zuspruch für die im nunmehr dritten Jahr stattfindende Veranstaltungsreihe, die an neun Tagen ausverkauft war.

23 ausverkaufte Filmabende

Aufgrund der geringeren Kapazität der Filmnächte mussten Fans in diesem Jahr bei ca. 970 statt der üblichen 3.800 Tickets schnell sein, um an Tickets zu kommen. Insgesamt gab es 23 ausverkaufte Filmabende, Die Känguru Chroniken, Bohemian Rhapsody und die Reisedokumentation Besser Welt als Nie waren sogar an den Wiederholungsabenden restlos ausverkauft – und das teilweise eine Woche im Vorfeld. Zu den Abendfilmen kamen bis zum 30. August insgesamt über 44.400 Filmfans, die beiden SpencerHill-Abenden mit den Oliver Onions wurden sogar von Zuschauern aus ganz Deutschland besucht.

Neben den Filmen waren auch die meisten Konzerte der Dresdner Philharmonie mit insgesamt über 6.500 Besuchern ausverkauft, ebenso der Comedyslam am 18. Juli, die itsingzentrale (31. Juli) und der Vortrag von Reinhold Messner (23. August). Auch Sonderveranstaltungen wie eine große Abitur-Zeugnisausgabe mit 800 Gästen unter Anwesenheit von Ministerpräsident Michael Kretschmer oder eine kleine Konferenz des Stadtplanungsamtes fanden im Rahmen der Filmnächte statt.

In Schwarzkollm und Leipzig gehen überdies die ebenfalls von der PAN GmbH durchgeführten Filmnächte an diesem Sonntag zu Ende – in der KRABAT-Mühle mit 6.900 und auf der Galopprennbahn Scheibenholz mit über 13.100 Besuchern. Insgesamt besuchten somit über 87.510 Gäste die drei Filmnächte-Areale.

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