Petition gegen monsterbreite Nürnberger Straße knackt 2.000er Marke

Mit einer Banner-Aktion machte der ADFC mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern auf den geplanten Ausbau der Nürnberger Straße aufmerksam. // Foto: ADFC Dresden

Der ADFC kritisiert die geplante Vergrößerung des Straßenraums auf der Nürnberger Straße. Fuß- und Radverkehr würden dadurch an den Rand gedrängt. Die Online-Petition gegen den Ausbau überschritt heute die 2.000er-Marke.

Im Zuge der Pläne von Stadt und DVB zur Stadtbahn 2020 soll die Nürnberger Straße umgebaut werden. Zwar begrüßt auch der ADFC die neue Straßenbahnlinie, doch leider sehen die Planungen eine massive Aufweitung des Straßenraumes von derzeit 13 Metern Straßenbreite auf dann 29 Meter von Bordstein zu Bordstein vor. Während der Autoverkehr großzügig vier Spuren plus Abbiegespuren erhalten soll, wird der Fuß- und Radverkehr an den Rand gedrängt und mit Mindestbreiten abgespeist.

Um die Stadt zu einer städtebaulich vernünftigen und vor allen klimaschutz-adäquaten Umplanung zu bewegen, hat der ADFC neben einer ausführlichen Einwendung im Planfeststellungsverfahren auch eine Petition eingereicht. Heute hat nun die Petition auf dem Online-Portal der Stadt deutlich die 2.000er Marke bei den Unterstützer*innen überschritten. „Die autofreundlichen Pläne der Stadt für die Nürnberger Straße sind völlig aus der Zeit gefallen“, erklärt Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden. „und die hohe Zahl an Mitzeichnungen unserer Petition zeigt, dass viele Dresdner*innen und Dresdner das ganz genauso sehen.“

Die Petition des ADFC Dresden hatte heute Morgen die 2.000 erreicht. Mittlerweile sind es über 2.050 Unterstützer*innen. Das Knacken der 2.000er Marke erfolgte praktisch parallel zu einer Aktion des ADFC auf der Nürnberger Straße gegen 10:00 Uhr. Rund 20 Mitglieder des Fahrradclubs spannten kurzzeitig ein 38 breites Banner quer über die Straße um zu zeigen, wie die Straße aussehen wird, wenn die Pläne unverändert umgesetzt werden. Auf dem Banner waren alle Autofahrspuren, der Straßenbahnbereich sowie die Fuß- und Radwege anhand Verkehrssymbolen zu sehen. Die Aufteilung des Straßenraumes auf dem Banner entsprach dabei exakt den Plänen der Stadt. Die bei der Versammlungsbehörde angemeldete Aktion endete nach 15 Minuten Straßensperrung wieder.

„Unser Banner zeigte es sehr deutlich: Die Pläne für einen monsterbreiten Umbau der Nürnberger Straße mit 29 Metern von Bordstein zu Bordstein sind nicht nur städtebaulich ein Dinosaurier, an dem die Anwohner keine Freude haben werden, sondern konterkarieren klar die selbstgesteckten Ziele der Stadt Dresden zur Förderung nachhaltiger Mobilität, festgeschrieben im Klimaschutzkonzept und Radverkehrskonzept der Stadt“, bekräftigt Edwin Seifert vom ADFC Dresden abschließend.

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