Millionen in marode Schulen investiert

Millionen in marode Schulen investiert
Alles fertig: Das Gymnasium Dresden-Plauen ist bereits saniert worden. // Foto: Archiv

Viel Geld ist in den vergangenen Jahren in alte und neue Schulhäuser geflossen. Doch das reicht nicht.

Putz bröckelt von den Wänden, Fenster sind undicht, und die Sanitärräume haben auch schon bessere Tage gesehen: Einige Dresdner Schulen sind nicht im allerbesten Zustand. In den kommenden Jahren soll allerdings weiter Geld in die Sanierung investiert werden.

Wie viele und welche Schulen wurden 2021 saniert?

Im vergangenen Jahr hat die Renovierung und Sanierung Dutzender Schulen in Dresden begonnen bzw. konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. In Summe wurden rund 90,1 Millionen Euro in die kommunalen Schulen investiert, so die Stadtverwaltung. So profitierten unter anderem die 8. und die 64. Grundschule.

Eine Schule, die fertig wurde, war das Gymnasium Plauen, das im Oktober sein frisch saniertes Schulgebäude einweihen konnte. Die traditionsreiche Schule befindet sich am Hang im Süden der Stadt, oberhalb des Plauenschen Grundes. Das Gebäude wurde 1896 eröffnet und war zunächst als Lehrerbildungsseminar konzipiert. Von Herbst 2018 bis Frühjahr 2021 sanierte die Stadt das Gebäude umfassend und erweiterte es durch moderne Glaseinbauten. Dabei wurden sowohl der Denkmalschutz als auch die Anforderungen an ein modernes Gymnasium mit Digitalisierung, funktionellen Fachräumen, barrierefreiem Zugang, Mensa, Bibliothek und der Erweiterung von vier auf fünf Klassenzüge miteinander verknüpft. Die Kosten für Bau und Ausstattung beliefen sich auf rund 25 Millionen Euro und wurden mit rund 7,9 Millionen Euro Fördermitteln des Freistaates Sachsens unterstützt.

Wie viele Schulen sollen 2022 und 2023 saniert werden?

Auch in diesem und im kommenden Jahr müssen und sollen viele Schulen saniert werden. Für 2022 stehen 125,9 Millionen und für 2023 rund 95,3 Millionen Euro dafür zur Verfügung. Mit dem Geld sollen rund 50 Projekte bearbeitet werden. „Ziel ist es, dass die Investitionen auch für die nächsten Jahre gesichert bzw. erhöht werden können. Das wird eine Priorität in der aktuellen Haushaltsdiskussion zum Doppelhaushalt 2023/2024 haben“, so Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (CDU). Hintergrund seien neben den erheblichen Bedarfen im Schulhausbau die steigenden Baupreise und die Verfügbarkeit von Baumaterial sowie von Handwerkern, auch im Lichte der Corona-Krise. Saniert wird aktuell zum Beispiel das Gymnasium Cotta, das Gymnasium Klotzsche erhält bis zum Sommer einen Neubau. Darüber hinaus plant die Stadt neue Schulhäuser, etwa für das Gymnasium Linkselbisch-Ost (LEO) in Seidnitz.

Wo sind die Zustände besonders schlecht?

Auf die Frage, an welchen Schulen der bauliche Zustand besonders schlecht ist, antwortet die Stadt: „Derzeit ist die Lage am Schulstandort BALD schwierig.“ Gemeint ist die Berufsvorbereitende Ausbildungsstätte (BALD) der Schule „Am Landgraben“ mit dem Förderschwerpunkt Lernen an der Kreuzung Pirnaer Landstraße/Neudobritzer Weg. Diese Schule ist derzeit am Standort Hahnebergstraße 6 untergebracht. „Das Gebäude ist in einem äußerst desolaten Zustand, nicht wirtschaftlich sanierungsfähig und nicht an die räumlichen Anforderungen für die Umsetzung des Ausbildungskonzeptes der BALD anzupassen.“ Mit einem Neubau soll der bisherige Standort abgelöst werden. An einem Ersatzneubau werde gearbeitet, die Bauvorlage sei aktuell in den Gremien des Stadtrates zur Beschlussfassung. Die Fertigstellung ist im Schuljahr 2023/2024 geplant. Grund für die schwierige Lage in der BALD ist insbesondere der Brandschutzzustand.

SZ

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