Dresden bereitet Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen vor

Dresden bereitet Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen vor
Dresdens Oberbürgereister Dirk Hilbert hat bereits am 25. Februar die Gründung einer Taskforce angekündigt. // Foto: Arno Burgi/Archiv

Hunderttausende Menschen flüchten derzeit aus der Ukraine. Dresden bereitet sich aktuell auf die Aufnahme der Menschen vor.

Vor einer Woche am 24. Februar 2022 sind im Durchschnitt jeden Tag mehr als 100.000 Menschen aus der Ukraine geflohen. Einen Tag später kündigte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die Gründung einer Taskforce an, um den Flüchtenden zu helfen. Aktuell sind etwa eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht aus ihrer Heimat. Nach Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR könnten weitere vier Millionen Menschen in andere Länder fliehen. Mit Stand Donnerstag, 3. März 2022, hat die Landesdirektion Sachsen der Landeshauptstadt Dresden noch keine ukrainischen Geflüchteten zur Unterbringung zugewiesen. Gleichwohl bereitet sich die Stadtverwaltung intensiv auf die Aufnahme von schutzsuchenden Menschen aus der Ukraine vor. In den letzten Tagen wurden dazu bereits die Taskforces „Unterbringung“ und „Engagement“ aktiviert.

Taskforce „Unterbringung“

Vordringliches Ziel ist die bedarfsgerechte Ausweitung der Unterbringungskapazität. Zum Stichtag 28. Februar 2022 verfügte Dresden über 2.509 Plätze für Geflüchtete in Wohnungen und 526 Plätze in Übergangswohnheimen. Die Taskforce „Unterbringung“ eruiert alle Möglichkeiten zur kurzfristigen Akquise von Unterkünften. Die schutzsuchenden Ukrainerinnen und Ukrainer sollen möglichst dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Gesucht werden Ein- bis Fünfraumwohnungen mit Küche und Bad, im Idealfall möbliert. Unter dresden.de/ukraine-hilfe stellt die Stadt eine Checkliste für die Wohnungen bereit. Bislang sind 91 Wohnungsangebote von gewerblichen und privaten Vermietern bei der Stadt eingegangen. Die Dresdner Hotelallianz hat als Soforthilfe 300 Plätze angeboten.

Aktuell stockt das Sozialamt mit seinen Partnern der Migrationssozialarbeit die Betreuungskapazität für Geflüchtete auf. Die Partner sind das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk e. V. (Region West), der Afropa e. V. (Region Nord), der Caritasverband für Dresden e. V. (Region Süd) und der Ausländerrat e. V. (Region Mitte).

Taskforce „Engagement“

Die Taskforce „Engagement“ hat die Unterstützung und Vernetzung aller zivilgesellschaftlichen Initiativen in Dresden zum Ziel. Dabei geht es unter anderem um Geld- und Sachspenden, ums Dolmetschen und private Zimmervermittlung. Auf ihrer Webseite hat die Stadt Dresden Infos und Kontakte gebündelt: dresden.de/ukraine-hilfe

Wie Sie mit Geld- & Sachspenden helfen können, erfahren Sie hier.

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