Nach verschlafenem Start zu spät aufgewacht

Nach verschlafenem Start zu spät aufgewacht
Beim Aufsteiger, den Berlin Adler, legen die Sachsen erst eine schwache erste Hälfte und dann eine beeindruckende Aufholjagd aufs Feld. // Foto: Verein

Im dritten Spiel der laufenden Saison kassieren die Dresden Monarchs ihre zweite Niederlage.

Auch schon wieder eine Weile her, dieses Duell mit den Adlern aus Berlin. 2017 gab es das zuletzt. Einer der großen Dauerrivalen der Monarchs musste seinerzeit in Liga Zwei absteigen. Jetzt ist der sechsmalige Meister wieder im Oberhaus. Und wenn irgendjemand davon geträumt hat, dass die Adler als Aufsteiger den Gästen aus Dresden irgendwie demütig den roten Teppich ausrollen würden, der erlebte vor allem in Durchgang Eins ein ganz böses Erwachen. Satte vier Touchdowns schenkten die Gastgeber den Monarchs ein: zweimal Max Zimmermann und zweimal Zach Cavenaugh. 28:0 zur Halbzeit die Führung. für die Berliner. Eigentlich war die Geschichte damit schon beendet.

Aber es sollte eine atemberaubende zweiten Halbzeit folgen. Deutliche Worte müssen da in der Monarchs-Kabine gefallen sein. Jedenfalls kam da ein gänzlich anderes Team aus der Pause zurück. Dresden drückte von Beginn aufs Gaspedal und kam zum ersten Touchdown: Darrell Stewart mit einem schönen Catch nach Pass von Justin Agner. Berlin konterte ebenso schnell: Patrick Donahue mit dem nächsten Touchdown zum 35:7.

Zwei weitere Dresdner Touchdowns im dritten Viertel, diesmal über Isaiah Amaechi und man war auf 35:21 dran. Das hätte eine schöne Aufholjagd werden können. Wenn, ja wenn nicht Berlin einfach weiter eigene Punkte nachlegte. Dresdens Defense wirkte zwar deutlich wacher als in Halbzeit Eins. Wirklich stoppen konnten sie Cavenaugh und seine Männer zu selten.

In der Schlussphase wurde es dann richtig spannend. Touchdown von Isaiah Amaechi, der einen Ball von Agner fangen kann. 48:42! Noch 1:45 auf der Uhr. Erneut Onsidekick. Erobern die Adler den Ball, ist das Spiel zu Ende. Greift Dresden zu, kann man mit einem Touchdown und Extrapunkt das Spiel im letzten Moment drehen. Doch auch dieser Onsidekick der Monarchs läuft nicht wie gewünscht. Schluss! Endstand 48:42.

Zwei völlig gegensätzliche Halbzeiten. Die zweite stimmt dann am Ende trotz Niederlage ein wenig versöhnlich. Justin Agner, der neue Quarterback, konnte eine Menge Potential zeigen. Und das Team als Ganzes hat sich nach einem deprimierenden Start noch beeindruckend zurück ins Spiel gekämpft. Nächsten Samstag sollte man vom Start weg wach sein. Dann kommen die Cologne Crocodiles zum Spiel nach Dresden ins Stadion an der Bärnsdorfer Straße.

EKG

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