Gewinnspiel: Glücksort des Monats – Badespaß mitten in der Stadt

Glücksort des Monats
Das Georg-Arnhold-Bad steht im Gegensatz zu vielen anderen städtischen Hallenbädern zu mehr als 80 Prozent der Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zur Verfügung und ist nicht zusätzlich durch Vereine oder Schulen gebucht. // Foto: PR

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Das beliebte Georg- Arnhold-Bad befindet sich direkt am Großen Garten mitten im Dresdner Stadtzentrum. Zu ihm gehört neben der modernen, familienfreundlichen Schwimmhalle mit riesiger Saunalandschaft auch ein großes Freibad mit langer Tradition.

Die zentrumsnahe Grünanlage „Güntzwiesen“, auf der sich das Bad befindet, etablierte sich bereits im 19. Jahrhundert als Sportstätte und entging somit der Wohnbebauung. Im Mai 1923 erfolgte zunächst die Einweihung des benachbarten Stadions, der Ilgen-Kampfbahn. Noch im selben Jahr stiftete der jüdische Geheimrat, Bankier und Mäzen Georg Arnhold Mittel zum Bau eines Freibads. Nachdem diese infolge der Inflation nicht ausreichten, stellte Arnhold erneut Geld zur Verfügung. Somit konnte am 27. Mai 1926 das Georg-Arnhold-Bad feierlich in städtische Hand übergeben werden.

Erster Schwimmer im neuen Becken war der zu seiner Zeit beste Schwimmsportler Deutschlands Erich Rademacher, der zwei Bahnen zurücklegte. Am 4. Juni 1926 wurde das Bad für die Dresdner Öffentlichkeit freigegeben. Architekt sowohl der Kampfbahn als auch des Bades war der Dresdner Stadtbaurat Paul Wolf.

Drei Viertel der Baukosten von 400.000 Reichsmark trug Georg Arnhold, weshalb das Bad bereits zur Einweihung seinen Namen erhielt. Um den Namen des jüdischen Stifters zu tilgen, wurde die Badeanstalt 1934 in „Güntzwiesenbad“ umbenannt. Der Familie Arnhold war ab dem 23. Juli 1935, wie allen jüdischen Bürgern, der Zutritt verboten.

Bereits am 3. Juli 1945 hieß es in einem Brief des Sportamts an die Gartenverwaltung der Stadt, dass der Beauftragte des Stadtkommandanten für Sport, Orsowsky, dringlich die Instandsetzung des Arnholdbades fordere. Wenige Tage danach konnte das Bad wiedereröffnet werden.

In den 1950er Jahren wurde das 100-Meter-Becken in drei Bereiche geteilt. Damit entstanden die für Wettkämpfe vorgeschriebene 25-Meter-Kurzbahn und die 50-Meter-Langbahn. 1994 begann man mit einer Sanierung und dem Umbau des maroden Bades. Am 12. Juni 1995 erfolgte die Wiedereröffnung. Die Umbauarbeiten gingen in drei Bauabschnitten bis 1997 weiter. Dadurch entstand ein modernes Hallen- und Freibad, ein sogenanntes Kombibad. Am Umbau beteiligten sich die Enkel des Erbauers, Gerard und Henry Arnhold, mit einem finanziellen Anteil von fünf Millionen Mark.

Von 2015 bis 2017 wurde das Bad erneut rundum saniert und für mehr als sieben Millionen Euro umgebaut. Größte Neuerung war dabei der mit 2,6 Millionen Euro bezifferte Einbau einer Saunalandschaft. Beim „Schwitzen zwischen Alten Meistern“ können die Gäste in den fünf Themensaunen ganz entspannt relaxen.

QUIZFRAGEN

  • Wann wurde das Georg- Arnhold-Bad feierlich seiner Bestimmung übergeben?
  • Wie hieß damals das benachbarte Sportstadion, die heutige Heimstätte von Dynamo Dresden?
  • Wer war der Architekt des Bades?

In Zusammenarbeit mit Sachsenlotto präsentiert DAWO! ab sofort monatlich einen Glücksort in der Region. Unsere Leser sind aufgerufen, diesen Ort zu besuchen und Quiz-Fragen zu beantworten (DAWO!-Glücksorte, DAWO!, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden). Unter allen Einsendern verlosen wir dann jeweils zwei Wochen später zwei Rubbellose „7.500 € monatlich — 5 Jahre lang“ von Sachsenlotto (Gewinnchance rd. 1:1,2 Mio.). Die Auflösung erscheint in der Ausgabe am 23. Juli 2022. Teilnahme ab 18 Jahren. E-Mail an dawo-redaktion@ddv-mediengruppe.de oder per Kommentar unter diesem Beitrag.

51 Kommentare

  1. am 27. Mai 1926 das Georg-Arnhold-Bad feierlich in städtische Hand übergeben werden
    Ilgen-Kampfbahn
    Architekt sowohl der Kampfbahn als auch des Bades war der Dresdner Stadtbaurat Paul Wolf.

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