Parkgebühren sollen in Dresden steigen

Raoul SchmidtLamontain (39, Grüne) ist Bau- und Verkehrsbürgermeister in Dresden. Foto: Eric Münch
Raoul SchmidtLamontain ist Bau- und Verkehrsbürgermeister in Dresden. // Foto: Eric Münch

Dresden hatte es in Sachen Parken in den vergangenen zehn Jahren ganz gut. Die Höhe der Parkgebühren wurde nicht angetastet. Im bundesweiten Vergleich sind städtische Parkplätze inzwischen ein Schnäppchen.
Der Dresdner Bau- und Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (39, Grüne) möchte jetzt an der Preisschraube drehen! Nach oben, versteht sich. Immerhin kassierte die Stadt 2015 rund 7,8 Millionen Euro an Parkgebühren auf den 8100 städtischen  Parkplätzen. Diese zusätzlichen Einnahmen könnte die Stadt gut gebrauchen. „Fast alle Städte in der Größe von Dresden verlangen Parkgebühren von 2 Euro oder mehr. Da sind wir hier mit maximal 1,50 Euro pro Stunde und 6 Euro pro Tag deutlich günstiger. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir diese Gebühren nach über 10 Jahren maßvoll anpassen“,  so Schmidt-Lamontain.
Er sieht die Zeit gekommen, endlich mit dem Oberbürgermeister und den Fraktionen über das Vorhaben zu sprechen. Er schlägt vor, sich an den bundesweit vergleichbaren 2 Euro zu orientieren und auch die Tagesgebühren hochzusetzen.
„Gerade im Vergleich zum ÖPNV-Einzelticket für 2,30 Euro kann man die Parkgebühr durchaus anpassen“, meint er. Schließlich werden auch diese Tarife regelmäßig angepasst. Schmidt-Lamontain merkt weiterhin an: „Die privaten Parkhaus-Betreiber sind zum Großteil längst bei 2 Euro oder 2,50 Euro. Ich glaube, auch aus diesem Grund lässt sich eine Erhöhung der Parkplätze durchaus rechtfertigen.“ Sein Ziel ist es, die Einnahmen auch zweckgebunden für den ÖPNV einzusetzen. Als Beispiel nannte er die zwei geplanten Straßenbahnlinien und den Ausbau der barrierefreien Haltestellen. (Dominik Brüggemann)

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