Versicherungen im Alter: Welche benötigt man wirklich?

Wer nur die relevanten Risiken absichert, spart bares Geld. Foto: Verbraucherzentrale
Wer nur die relevanten Risiken absichert, spart bares Geld. Foto: Verbraucherzentrale

Einmal abgeschlossen, bleibt der gut gefüllte Versicherungsordner oft so lange im heimischen Aktenschrank stehen, bis der Vermittler wieder ein neues Angebot vorstellen möchte oder der Versicherte auf der Suche nach Einsparpotenzialen die angesammelten Vertragsunterlagen wälzt.
„Versicherungen sind wirklich nicht gerade das beliebteste Thema, mit dem man sich gern in seiner Freizeit beschäftigt“, weiß Finanzexpertin Kerstin Reinsperger von der Verbraucherzentrale Dresden. „In meinen Beratungen bemerke ich immer wieder, dass gerade Senioren oftmals Verträge jahrelang unverändert lassen, ohne zu prüfen, ob die Versicherungen überhaupt noch dem Bedarf entsprechen.“
Dieser ändert sich jedoch laufend mit der Lebenssituation – je nach dem, ob man Jugendlicher, Student, selbstständiger Familienvater oder Rentner ist. „Eine Bestandsaufnahme ist deswegen immer sinnvoll“, rät Reinsperger. „Dabei kann geklärt werden, welche Versicherungen es bereits gibt und wie viel diese kosten.“ Beim Durchforsten der Verträge stellt sich häufig heraus, dass unter anderem Versicherungen abgeschlossen wurden, die im konkreten Einzelfall überflüssig oder nicht mehr bedarfsgerecht sind.

Höchstrisiko kennen

Verbraucherschützer empfehlen, den „größten anzunehmenden Unfall“, also vor allem existenzvernichtende Risiken abzusichern. Je größer das mögliche Schadenpotenzial, umso wichtiger ist der jeweilige Versicherungsschutz. Dabei hat beispielsweise die Absicherung von Haftungsrisiken grundsätzlich oberste Priorität. Ebenso ist eine Krankenversicherung unverzichtbar und in Deutschland Pflicht.
„Wer den Lebensabend im eigenen Häuschen verbringt, sollte zudem eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben. Wer hingegen mit Eintritt ins Rentnerleben viel reisen möchte, sollte über eine Auslandsreisekrankenversicherung nachdenken“, so die Finanzexpertin. „Die persönlichen Bedürfnisse und Lebenssituationen sollte man immer mitdenken, wenn es darum geht, zu klären, welche Versicherungen über den Grundbestand hinaus notwendig sind.“
Welche Versicherungen benötigt man im Alter also wirklich und auf welche kann man getrost verzichten? Wie schließt man passende Verträge ab? Welche Fallstricke gibt es auf dem Versicherungsmarkt zu beachten? Und wie wird man überflüssige Verträge wieder los? Diese und weitere Fragen beantwortet Kerstin Reinsperger in einer Infoveranstaltung in der Verbraucherzentrale in Dresden.

Infoveranstaltung: Versicherungscheck für Senioren: Im Ruhestand richtig absichert, am Donnerstag, dem 10. November um 10 Uhr in der Verbraucherzentrale in Dresden, Fetscherplatz 3. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0351 4593484 oder per E-Mail an: dresden@vzs.de

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