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Heiligabend: Kommerz statt Ruhe?

Die Centrum Galerie Dresden in der Prager Straße. (Foto: Holm Helis) Die Centrum Galerie Dresden in der Prager Straße. (Foto: Holm Helis)

Dresden. Geschenke in letzter Minute besorgen. Das geht in diesem Jahr nur bei einem Abstecher auf einen der drei Weihnachtsmärkte in der Innenstadt. Der Striezelmarkt, der Markt rund um die Frauenkirche und der romantische Markt am Residenzschloss haben am heiligen Abend bis 14 Uhr geöffnet.

Da der Heiligabend in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, gelten eingeschränkte Ladenöffnungszeiten. Supermärkte und Discounter dürfen danach bis zu drei Stunden öffnen.

Doch die meisten haben bereits erklärt, dass ihre Filialen am 24. Dezember geschlossen bleiben werden, damit die Mitarbeiter das Weihnachtsfest in Ruhe begehen können. Neben Aldi, Lidl, Penny und Kaufland hat nun auch Konsum mitgeteilt, seine Märkte am Heiligabend geschlossen zu lassen. Selbstständige Kaufleute im Rewe-Netz können selbst entscheiden, ob sie für drei Stunden öffnen, ebenso die weitestgehend von Selbstständigen geführten Edeka-Märkte. Verschlossen bleiben auch die Türen der Einkaufspassagen Altmarktgalerie und Centrum-Galerie sowie Karstadt in der Innenstadt. Dort gibt es zwar auch Lebensmittelmärkte, doch keiner der Betreiber hätte signalisiert, öffnen zu wollen.

Auch Läden, die ansonsten sonntags öffnen dürfen, müssen am Heiligabend geschlossen belieben, wenn ihr Sortiment nicht Lebens- und Genussmittel, Bäckereiprodukte, Weihnachtsbäume oder Blumen umfasst, sagt ein Sprecher des Einzelhandelsverbandes.
So steht einem entspannten Heiligabend in diesem Jahr zumindest einkaufstechnisch nichts im Wege. Wem es nicht gelungen ist, genügend Lebensmittel einzukaufen, der kann auf Restaurants ausweichen. Doch viele von ihnen haben für die Weihnachtsfeiertage volle Bestellbücher.

Die zahlreichen anderen Weihnachtsmärkte im Zentrum, wie der im Stallhof oder der Augustusmarkt auf der Hauptstraße, öffnen wie in den vergangenen Jahren meist nur bis zum 23. Dezember. Denn auch ihre Händler und Verkäufer wollen das Fest gemeinsam in Ruhe mit der Familie verbringen.

Auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte bereits zu Beginn der Woche plädiert, die Sonntagsruhe einzuhalten. Weihnachten sei die Zeit der Besinnung und der Familie und nicht die Zeit für den Kommerz. (dawo/dpa)

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