„Dresden schwimmt im Geld“

So könnte das neue Rathaus auf dem Ferdinandplatz aussehen.

Dresden. Die Pläne der Stadt, auf dem Ferdinandplatz ein neues Rathaus zu bauen, sind nicht bei allen Mitgliedern des Stadtrates mit Begeisterung aufgenommen worden. Während die Fraktion der Sozialdemokraten die Pläne von Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) ausdrücklich lobt, wirft Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion von FDP/Freie Bürger der Stadt Geldverschwendung vor. Die Pläne würden nur einen Eindruck erwecken: „Die Stadt schwimmt im Geld.“

Zastrow beklagt, dass der Neubau auf dem teuersten Grundstück der Stadt erfolgen solle. Er regt an, Alternativen in der Lignerstadt und Kooperationen mit privaten Investoren zu suchen.

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Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat Dresden: Christian Avenarius.

SPD-Fraktionschef Christian Avenarius hingegen lobt die Pläne des Baubürgermeisters. „Der Rathausneubau wird zu einer spürbaren Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und zu mehr Übersichtlichkeit und damit auch mehr Bürgernähe der Dresdner Stadtverwaltung führen.“ Avenarius sieht darin vor allem den Verdienst des Vorgängers im Amt des Baubürgermeisters, Peter Lames.

Insgesamt plant die Stadt, die bislang über die gesamte Stadt verteilten Verwaltungseinheiten bis 2030 in der Innenstadt zu zentralisieren. Neben einem Neubau soll das Neue Rathaus saniert und das Rathaus in der Theaterstraße umgebaut werden. Alle Pläne werden den Steuerzahler nach ersten Schätzungen bis zu 300 Millionen Euro kosten.

Mehr zum Zukunftskonzept der Stadt Dresden gibt es online.

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