Illegales Autorennen mit Todesfolge – Angeklagte in Dresden verurteilt

Das Blaulicht eines Streifenwagens blinkt. Foto: Jens Wolf/Archiv
Foto: Jens Wolf/Archiv

Das Landgericht Dresden hat zwei Männer wegen verbotenen Autorennens mit Todesfolge zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Der 32 Jahre alte Unfallfahrer muss für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis, der 24-Jährige Fahrer des zweiten Wagens zwei Jahre mit Bewährung. Beide verlieren den Führerschein und dürfen den Führerschein in den nächsten Jahren nicht machen. Die Strafkammer habe „nicht den leisesten Zweifel“ daran, dass die beiden Syrer am 22. August 2020 mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung Innenstadt rasten. Einer der Wagen hatte auf der mehrspurigen Straße einen Sechsjährigen erfasst, als dieser die Straße überqueren wollte. Der Junge, auch ein Syrer, war gut 20 Meter durch die Luft geschleudert und schwer verletzt worden und gestorben.

Zuvor hatten sich die Angeklagten zu den Vorwürfen geäußert. Die Fahrt sei der größte Fehler seines Leben gewesen, sagte der 24-Jährige. Er übernehme „die volle Verantwortung“ für den Unfall. Es sei aber kein verabredetes Wettrennen gewesen, erklärte er. Er habe die Leistung des Autos testen wollen, sich dann an der Ampel vom Fahrer des anderen Wagens provoziert gefühlt, es ihm zeigen und „unter allen Umständen“ dranbleiben wollen. Auch der mutmaßliche Unfallfahrer bestritt eine Verabredung. Sie hätten sich kein Rennen geliefert, ließ der 32-Jährige seinen Verteidiger erklären.

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