Welche Sorgen und Ängste Dresdner Schüler mit Corona verbinden

Die Nachwuchsredakteure der Christlichen Schule Dresden. // Foto: privat

Im gemeinsamen Zeitungsprojekt von DAWO! und der Christlichen Schule Dresden gibt es ganz besondere Einblicke.

Eigentlich sollte es Montag und Donnerstag in den Räumen der DAWO!-Redaktion im Haus der Presse richtig voll werden. Denn eigentlich wollten 16 Schülerinnen und Schüler der Christlichen Schule Dresden nicht nur zuschauen, wie eine Ausgabe der Dresdner Wochenzeitung entsteht, sondern wollten auch tatkräftig daran mitarbeiten. Sie wollten den Weg kennenlernen, von der Idee, über die Recherche, bis hin zum fertigen Text. Sie wollten sich im Archiv umschauen, in dem eine Menge spannender Ausgaben historischer Zeitungen lagern – und am Ende wollten sie am Donnerstagabend dann auch dabei sein, wenn die Texte auf die fertigen DAWO!- Seiten gebaut werden und auch online gehen.

Leider machte Corona diesem spannenden Projekt einen dicken Strich durch die Rechnung. Schüler und Redakteure konnten sich nur per Video-Konferenz „treffen“. Aber Schülerinnen und Schüler sind durch lange Monate E Homeschooling ohnehin längst geübt in solchen Dingen, also fand die geplante gemeinsame Redaktionskonferenz am Montag also trotzdem statt – die Schüler saßen in ihrem Klassenzimmer in Kleinzschawitz vorm Rechner, die Redakteure im Haus der Presse.

Thematische Vielfalt aus Schülersicht

In den Tagen darauf, entstanden Texte, die eine wirklich beeindruckende thematische Vielfalt widerspiegeln. Natürlich befassten sich die Jugendlichen auch mit dem Thema Corona. Sie wollten aus Schülersicht zeigen, was Homeschooling für den Schulalltag – und nicht zuletzt für die Psyche der Schülerinnen und Schüler – bedeutet. Bei den zahlreichen Diskussionen rund um die Einschränkungen und Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie war gerade diese Sicht, die Sicht der eigentlich Betroffenen oft viel zu kurz gekommen. Es ging um die Probleme der Eltern, die mit der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling klarkommen mussten, es ging um die Nöte der Lehrerinnen und Lehrer, die versuchten, allen technischen Widrigkeiten zum Trotz den Lehrplan einigermaßen zu retten. Aber es ging viel zu selten darum, welche Sorgen, ja auch welche Ängste die Kinder und Jugendlichen in dieser Situation zu verarbeiten hatten. Diese – und viele weitere interessante – Texte der Schülerinnen und Schüler lesen Sie auf den folgenden Seiten. Und vielleicht können wir das Projekt ja im kommenden Jahr noch einmal wiederholen. Dann aber wirklich vor Ort.

JENS FRITZSCHE

Die gesamte Ausgabe könnt ihr entweder in der gedruckten Zeitung oder in unserer E-Paper-Ausgabe lesen. Alle Artikel können Sie im Laufe der nächsten Tage auch unter dawo-dresden.de/schueler-in-der-dawo nachlesen.

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