Härte und Siegeswillen sind gefragt

Härte und Siegeswillen sind gefragt
Ransford-Yeboah Königsdörffer stand nach einer Ecke dort, wo er stehen sollte und köpfte die Eingabe von Morris Schröter zum 3:1 ein. // Foto: S. Manig

Dynamo trifft in Aue beim Sachsenknaller auf einen unbequemen Gegner und alten Bekannten.

Auswärts ging bei Dynamo in dieser Zweitliga-Saison noch nicht viel, aber auf seine Heimstärke kann der Aufsteiger bauen. Mit dem 3:1 gegen den Karlsruher SC holten die Schwarz-Gelben zum fünften Mal in acht Spielen im Harbig-Stadion drei Punkte und machten mit dem Sieg am vergangenen Sonntag einen wichtigen Schritt hin zu einem geruhsamen Weihnachtsfest. Dabei war die erste Halbzeit gegen den KSC alles andere als Fußball-Feinkost. Die Geisterkulisse steuerte ihren Anteil zum mauen Auftreten beider Teams bei. Die trostlose Vorstellung war nach Wiederanpfiff schnell vergessen. Ransford-Yeboah Königsdörffer konnte sich mit einem Doppelpack endlich in die Zweitliga-Torjägerliste eintragen und Christoph Daferner steuerte vom Elfmeterpunkt einen weiteren Saisontreffer bei.

Durch den sechsten Saisonsieg und nunmehr 19 Punkten springt Dynamo in der Tabelle auf Rang zwölf und baut den Vorsprung vor Erzgebirge Aue auf den Relegationsplatz vor dem direkten Duell am kommenden Sonntag auf fünf Punkte aus und beide Dresdner Stürmer werden in dieser Partie gewiss eine wichtige Rolle spielen. Königsdörffer freute sich nach dem Spiel gegen Karlsruhe wie ein Schneekönig über seine beiden Treffer und versprach, dass nun der Anfang gemacht sei und gewiss bald mehr folgen werden. Über die Torjäger-Qualität von Daferner zu simpeln, hieße wohl Bier in die Brauerei zu tragen. Mit bisher acht Toren ist er Dynamos erfolgreichster Goalgetter und würde natürlich auch gern im Sachsenknaller beim FC Erzgebirge Aue treffen. Schließlich trug er in der Saison 2019/20 noch das lila-weiße Jersey der Erzgebirgler. Damals kam er allerdings nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Nach seinem, Wechsel zu Dynamo avancierte er ziemlich schnell zum Leistungsträger. In der vergangenen Spielzeit machte er 37 Spiele, erzielte dabei zwölf Treffer. Er weiß, wie man in Aue auftreten muss, um dort zu bestehen: „Wir brauchen Zweikampfintensität, Härte und den absoluten Siegeswillen. Wir müssen uns Torchancen erarbeiten und hinten stabil stehen, nichts zulassen.“

Traurig ist, dass so ein Derby hat, dann ohne Zuschauer, das ist bitter. Es fehlt Feuer und Emotionen.

EKG

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