Streit um Ehrung für „Dixie“ Dörner

Fußballlegende Dixie Dörner: Er war ein Dirigent!
„Dixie“ Dörner auf der Tribüne bei „seinen“ Dynamos. // Foto: S. Manig/Archiv

Der vergangene Woche verstorbene Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner soll nun doch noch Ehrenbürger der Stadt Dresden werden. Das fordern zumindest zahlreiche Prominente in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dirk Hilbert und den Dresdner Stadtrat.

Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem die früheren Dynamo-Profis Ulf Kirsten, Ralf Minge und Heiko Scholz, Ex-Präsident Wolf-Rüdiger Ziegenbalg, Bundesliga-Kultmanager Reiner Calmund und der Dresdner Schauspieler Wolfgang Stumph. Der Brief hatte zur Wochenmitte bereits mehr als 4.500 Unterstützer, darunter viele weitere prominente Fußballer wie Michael Ballack, Sepp Maier, Lothar Matthäus, Rudi Völler und Franz Beckenbauer. Auch Dynamo Dresden selbst beteiligte sich an der Online-Petition und warb auf den vereinseigenen Kanälen um weitere Unterzeichner.

Das Problem: Die Ehrenbürgerwürde kann in Dresden nur an lebende Persönlichkeiten verliehen werden. „Die Regeln der Stadt Dresden dafür sind hier leider klar: Eine posthume Verleihung dieses Titels ist hiernach nicht möglich“, teilte der Dresdner SPD-Vorsitzende und Oberbürgermeister-Kandidat Albrecht Pallas mit. Er schlägt dagegen eine andere Würdigung vor: „Denkbar wäre beispielsweise die Benennung eines jährlichen Sportpreises für Nachwuchsförderung nach Dixie Dörner.“ In Dörners Heimatstadt Görlitz ist man bereits weiter. Hier soll ein Straßenabschnitt nach dem Olympiasieger von 1976 benannt werden.

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