Jugendstudie: Angst vor Folgen des Klimawandels wächst

Jugendstudie: Angst vor Folgen des Klimawandels wächst
Immer mehr Jugendliche haben Angst vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Auch die Angst vor psychischen Erkrankungen wächst. // Foto: Pixabay

Das Thema Gesundheit hat für die meisten Jugendlichen in Sachsen eine hohe Bedeutung. Viele fürchten gesundheitliche Folgen durch die Folgen des Klimawandels. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Laut einer Sinus-Studie im Auftrag der BARMER gaben mehr als drei Viertel (83 Prozent) der befragten 14 bis 17-Jährigen an, dass Gesundheit für sie wichtig sei. Für 28 Prozent der Jungen und Mädchen habe sie sogar oberste Priorität. „Es ist schön zu sehen, dass viele junge Menschen den Wert von Gesundheit zu schätzen wissen. Das zeigt sich beispielsweise auch darin, dass heute weniger Jugendliche rauchen oder Alkohol trinken. Das ist ein positiver Trend, der hoffentlich anhält und sich bestenfalls noch verstärkt“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. Zuversichtlich stimme, dass knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) davon ausgehe, dass Gesundheit für sie in Zukunft noch wichtiger werde.

Gesundheitliche Folgen durch Klimawandel befürchtet

Im Rahmen der Studie wurden die Jugendlichen ebenfalls dazu befragt, welche Auswirkungen des Klimawandels sie befürchten. Ein Großteil (59,2 Prozent) erwarte, dass der Klimawandel sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken könne. Das größte gesundheitliche Problem in Folge von Klimaveränderungen sehen bundesweit 17 Prozent der Jugendlichen darin, dass sich tropische Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber in Deutschland ausbreiten. Elf Prozent nennen mehr Atemwegserkrankungen als das größte bevorstehende Problem, jeder Zehnte den Anstieg von Depressionen.

„Die Sorge der jungen Menschen können wir gut nachvollziehen. Schon jetzt haben wir stetig steigende Zahlen bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen“, so Dr. Magerl. Ein bewusster und achtsamer Lebensstil könne dabei helfen, zu großen Ängsten vorzubeugen und auch in Zukunft gesund zu bleiben.

Damit Klima-Angst nicht zur Krankheit wird

Um möglichst genau zu wissen, wie verbreitet belastende Ängste im Zusammenhang mit der Klima-Krise derzeit eigentlich sind, hat die BARMER die repräsentative Studie durchführen lassen, bei der über 2.000 Jugendliche in Deutschland, davon über 100 in Sachsen, hierzu und zu weiteren Themen befragt wurden.

„Stürme, Unwetter, Flutkatastrophen – die Zeichen des Klimawandels werden immer deutlicher. Darauf mit Furcht zu reagieren, ist menschlich. Wenn die Klima-Angst bei jungen Menschen zu großen Raum einnimmt, sollten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern versuchen herauszufinden, was dahinterstecken könnte“, sagt Dr. Magerl. Wer sich mit seinen Ängsten auseinandersetze, bekomme eher das Gefühl, mit ihnen angemessen umgehen zu können.

Die Studie können Sie hier nachlesen.

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