Gewinnspiel: DAWO! – Glücksort: Leckeres Handwerk mit Tradition

Pfefferkuchen
Ob rund oder als Stäbchen, pur, mit Zucker- oder Schokoladenüberzug. Inzwischen hat jeder der Pulsnitzer Pfefferküchler die verschiedensten Varianten im Angebot. | Foto: Archiv/EKG

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Pulsnitz ist weithin bekannt als Sachsens „Pfefferkuchenstadt“. Seit Jahren lockt im November ein verführerischer Duft von frischen Pfefferkuchen die Besucher aus Nah und Fern an. Um der Ursache von derartigen leckeren Gerüchen auf die Spur zu kommen, muss man nur seiner Nase nachgehen und gelangt zum traditionellen Pfefferkuchenmarkt im Herzen der Stadt. Der findet traditionell immer Anfang November statt.

Alte, jahrhundertelang gut gehütete Rezepturen, gepaart mit handwerklichem Können, haben den „Pulsnitzer Pfefferkuchen“ zu ihrem ausgezeichneten Ruf verholfen. Bereits 1355 wurde dem Ort Pulsnitz durch Kaiser Karl IV. die Marktgerechtigkeit verliehen. Dieser Kaiser und böhmische König hob am Montag nach Sankt Urban (21. Mai) P 1375 den Marktort Pulsnitz zur Stadt. In einer Innungsurkunde vom 1. Januar 1558 wurde den Bäckern erstmalig das Recht erteilt, Pfefferkuchen zu backen. In diesem Privileg ist zu lesen: „Und soll ein Jeder meister So viell Nockens Packen, als die gemeine Nottdurfft erfordert, Deßgleichen Pfefferkuchen.“

Sicherlich stellten die Pulsnitzer schon vorher Pfefferkuchen her, aber nur zum Eigenverbrauch, denn es ist ein traditionelles Festgebäck. Pfefferkuchen brach außerdem nicht das Fasten, er durfte im katholischen Kulturkreis im Gegensatz zu normalem Kuchen immer gegessen werden. Er war eine Zeit lang offizielle Fastenspeise im Kloster St. Marienstern in Panschwitz- Kuckau. Und seit einigen Jahren hat die Innung der Pfefferküchler die alte Tradition aufgenommen, dass am Neujahrstag ein großer Korb Pfefferkuchen an die Nonnen gegeben wird.

Das Wort Pfefferkuchen ist dabei ein wenig irreführend, denn Pfeffer gehört üblicherweise nicht zu den verwendeten Gewürzen. Jedoch bezeichneten die Menschen im Mittelalter (auch noch danach) alle exotischen Gewürze als Pfeffer.

Das Feilhalten der guten Pulsnitzer Pfefferkuchen auf Jahrmärkten, Volksfesten und Messen brachte den Meistern Arbeit und Absatz ihrer Ware das ganze Jahr hindurch. Die Aktivitäten des Pulsnitzer Pfefferküchlerhandwerks dehnten sich bald über das ganze Land aus. Durch die erstklassige Ware, die aus den Handwerksbetrieben kommt, wurde der Pulsnitzer Pfefferkuchen mehr und mehr zum Begriff und Pulsnitz zur weithin bekannten „Pfefferkuchenstadt“ in Deutschland.

Quizfragen – Wissen Sie es?

  • 1. In welchem Jahr wurde der Marktort Pulsnitz zur Stadt erhoben?
  • 2. Wann wurde der Pulsnitzer Bäckerinnung zum ersten Mal das Recht verliehen, Pfefferkuchen zu backen?
  • 3. In welchem Kloster war Pfefferkuchen die offizielle Fastenspeise?

In Zusammenarbeit mit Sachsenlotto präsentiert DAWO! monatlich einen Glücksort in der Region. Unsere Leser sind aufgerufen, diesen Ort zu besuchen und Quiz-Fragen zu beantworten (DAWO!-Glücksorte, DAWO!, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden). Unter allen Einsendern verlosen wir dann jeweils zwei Wochen später zwei Rubbellose „7.500 € monatlich — 5 Jahre lang“ von Sachsenlotto (Gewinnchance rd. 1:1,2 Mio.). Die Auflösung erscheint in der Ausgabe am 22. Oktober 2022. Teilnahme ab 18 Jahren. E-Mail an dawo-redaktion@ddv-mediengruppe.de.

2 Kommentare

  1. 1. Seit 1355
    2. 1. Januar 1558
    3. Im St. Marienstern Kloster in Panschwitz Kuckau

    Pfefferkuchen hin und Pfefferkuchen her, wenn doch bald Weihnachten wär…!!!

  2. 1. 1375
    2. 1. Januar 1558
    3. Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau

    1. 1375
    2. 1. Januar 1558
    3. Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau

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