Instandsetzung der Carolabrücke schreitet voran

Auf der Carolabrücke sind laut Dresdner Fahrradclub auch mit der Sanierung ab 2019 keine besseren Radwege geplant. Foto: Una Giesecke
Der neue Fuß- und Radweg auf der Carolabrücke wird am Mittwoch freigegeben. // Foto: Una Giesecke/Archiv

Am 4. November 2020 wird der neue oberstromseitige Brückenrand (Brückenkappe*) für den Fußgänger- und Radverkehr freigegeben. Die Fachleute verbreiterten diesen Brückenteil, so dass Fußgänger und Radfahrer jetzt 65 Zentimeter mehr Platz haben.

Auf der Oberstromseite der Brücke, Richtung Neustadt, wurden Sanierungsarbeiten ausgeführt. Die Bauarbeiter haben die Brückenkante einschließlich Geländer und Beleuchtungsmasten abgebrochen und neu errichtet. Erstmals kam hier Carbon bzw. Basalt zum Einsatz.

Baubürgermeister Stephan Kühn: „Die Idee, mit Carbonbeton den Brückenquerschnitt zu verbreitern, haben wir an die TU Dresden herangetragen. Damit sind wir auf offene Ohren gestoßen. Das Material erlaubt uns, den Geh- und Radweg von 3,60 Metern auf 4,25 Meter zu verbreitern. Mit herkömmlichen Materialien wäre das statisch nicht möglich. Die Herausforderung besteht, über unsere Brücken das Radwegenetz besser anzubinden. Die Carolabrücke ist die zentrale Nord-Süd-Radroute. Bisher wären wir an unsere Grenzen gestoßen und hätten ausreichend breite und sichere Radwege im Bestand nicht bauen können. So zeigt sich, dass es gelingen kann.“

Die Arbeiten zur Instandsetzung des unterstromseitigen Brückenrandes beginnen jetzt. Auch hier werden Beleuchtungsmasten abgebrochen und neu errichtet sowie der Fahrbahnbelag einschließlich der Brückenabdichtung erneuert. Der Zeitpunkt für die Fertigstellung ist stark witterungsabhängig.

Die Instandsetzungsarbeiten an der Carolabrücke haben im November 2019 begonnen. Den Auftrag für die Arbeiten erhielt die Firma Hentschke Bau GmbH aus Bautzen.

* Die nichtbefahrene Randausbildung von Brücken aus Stahl- oder Spannbeton wird Brückenkappe genannt. Brückenkappen haben unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Neben dem Schutz der tragenden Brückenkonstruktion dienen sie der Verankerung passiver Schutzeinrichtungen sowie als Fahrrad- und/oder Fußgängerweg.

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